Bürger fragen – Politiker antworten

Bürgermeister Schumacher kommt nach Alfter, um mit den Menschen vor Ort über ihre Sorgen und Probleme ins Gespräch zu kommen

Eine handvoll Bürger haben sich vor der Ladenzeile Am Herrenwingert zur „Bürgersprechstunde“ mit Landrat Sebastian Schuster und Bürgermeister Dr. Rolf Schumacher eingefunden.

Wegen der gestrigen Brandkatastrophe in Siegburg lässt sich der Landrat allerdings entschuldigen. Er besucht zur gleichen Zeit gemeinsam mit NRW-Innenminister Herbert Reul den Unglücksort an der ICE-Strecke in der Kreisstadt.

Im Mittelpunkt des Bürgerdialogs unter freiem Himmel stehen der gestiegene Bedarf an Betreuungsplätzen in Kindergärten und der Offenen Ganztagsschule sowie die Beschaffung von bezahlbarem Wohnraum. Auch die Sicherung von Alfter-Ort als Einzelhandelsstandort wird angesprochen.

Bürgermeister Schumacher nennt zunächst beeindruckende Zahlen: Dieses Jahr stellt die Gemeinde 946 Betreuungsplätze in Kindergärten und der Tagespflege zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es 820 Grundschulkinder von denen über die Hälfte auch in der Offenen Ganztagsschule betreut werden. „Diese Zahlen werden in den nächsten Jahren weiter steigen“, betont Schumacher. „Deshalb freue ich mich sehr, dass die Kita in Impekoven so gut wie fertig ist und an die Arbeiterwohlfahrt übergeben werden kann.“

Auf die Frage eines Bürgers, wie sich die Gemeinde auf weitere Kinder, die nach Alfter kommen einstelle, antwortet Schumacher, dass als nächstes ein weiterer Kindergarten mit vier Gruppen am Rathaus in Oedekoven und eine „Notgruppe“ in Witterschlick entstehe.

Wichtig ist Schumacher auch, dass das 2015 gestartete „Akutprogramm Wohnen“ fortgesetzt werden soll, um neuen und bezahlbaren Wohnraum in Alfter-Ort zu schaffen.

Angesprochen auf die Neugestaltung des zentralen Dorfplatzes Am Herrenwingert erklärt Schumacher, dass es wichtig sei, die Entwicklungsfähigkeit des Einzelhandelsstandortes zu sichern. Dafür könne er sich gut vorstellen, dass die Verkaufsfläche des jetzigen „Ankerbetriebes“ Edeka fast verdoppelt werden könnte und auch die Parkplatzsituation weiter verbessert werden müsse. Weil die Turnhalle energetisch nicht saniert werden kann, soll sie abgerissen werden, aber nicht, bevor ein Ersatz gebaut wurde.

Gabi Haag, die Vorsitzende des Gewerbevereins, macht auf die Leerstände in der Ladenzeile Am Herrenwingert aufmerksam. „Ein Fahrradladen, wäre toll“, erklärt Haag. „Aber auch eine Postfiliale, ein Bioladen oder ein Feinkostgeschäft würde die Situation in der Ladenzeile für die übrigen Gewerbetreibenden verbessesrn.“

Auch zur Sanierung der L 113 machte der Bürgermeister konkrete Versprechungen: Die jetzt zur Kreisstraße herabgestufte Landesstraße soll Ende 2021 saniert sein. Noch dieses Jahr wird die Verwaltung eine Ausbauplanung vorlegen. Der Kreis wird dann die Baumaßnahmen durchführen. Das Land NRW soll die Sanierung bezahlen.

Und nicht zuletzt spricht eine engagierte Bürgerin das viel zu schnelle Fahren, ja Rasen, in den engen Gassen von Alfter-Ort an. „Was kann man gegen diese Rücksichtslosigkeit machen?“, fragt die Bürgerin. Bürgermeister Schumacher berichtet, dass er eine Zusage der Polizeipräsidentin von Bonn, Ursula Brohl-Sowa, erhalten habe, dass zukünftig mehr Geschwindigkeitskontrollen in Alfter-Ort durchgeführt werden sollen.

Text und Fotos: Martin Riebe

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