Die Marienkäfer kommen

Jetzt wo es kühler wird, versuchen sie wieder in großen Massen in die warmen Häuser zu gelangen, um dort zu überwintern und sich zu paaren: die Rede ist vom Asiatischen Marienkäfer oder auch Harlekinkäfer.

Asiatische Marienkäfer sind unliebsame Einwanderer

Gefräßige Gesellen: Asiatische Marienkäfer oder Herlekinkäfer. Wurden eingeführt damit sie in Gewächshäusern Jagd auf Blattäuse machen. Foto: Frank Hoffmann

Von den kleinen Tierchen geht jedoch eine Gefahr für die einheimischen Marienkäfer aus. Denn gerade der Harlekinkäfer ist ein gefräßiger Geselle: Auf seinem Speiseplan stehen nicht nur fünf Mal mehr Blattläuse als bei den einheimischen Arten. Er frisst auch „unsere“ Zweipunkt- und Siebenpunkt-Marienkäfer. Wegen seiner enormen Vermehrungsfreudigkeit ist er vielerorts bereits häufiger als die alteingesessenen Marienkäferarten.

Das Amt für Natur- und Landschaftsschutz des Rhein-Sieg-Kreises gibt daher Tipps, wie man unsere einheimischen Marienkäfer mit einfachen Maßnahmen unterstützen kann:

Winterquartiere für einheimische Arten

Als Unterschlupf dienen dem Siebenpunkt Laubhaufen oder Grasbüschel im Garten ebenso wie modrige Baumstümpfe oder Spalten in Mauern und Dachböden. Kleine Blätterhaufen und modrige Baumstämme sollen ruhig sich selbst bzw. dem kleinen Käfer überlassen werden, denn diese bieten sich als Winterquartier an.

Der einheimische Siebenpunkt überwintert gerne in Laubhaufen oder Grasbüscheln im Garten ebenso wie in modrige Baumstümpfen, Spalten in Mauern und auf Dachböden.

Unsere einheimischen Marienkäfer können die kalten Winter überleben, da sie von der Natur mit einem körpereigenen „Frostschutzmittel“ in Form von Glyzerin und verschiedenen Zuckerarten ausgestattet worden sind.

Weitere Informationen zum Artenschutz erhalten Interessierte auf der Internetseite des Rhein-Sieg-Kreises unter www.rhein-sieg-kreis.de/artenschutztipps oder über das Umwelttelefon der Kreisverwaltung in Siegburg unter 02241-13 22 00.

Unterschied Harlekinkäfer und Marienkäfer:

Seinen Namen verdankt der Harlekinkäfer seiner vielfältig auftretenden Buntheit. Im Gegensatz zu vielen anderen Insekten variiert er in seiner optischen Erscheinungsform: Entweder gar keine oder aber bis zu 19 Punkte können auf gelben, orangen, roten oder schwarzen Flügeldecken erscheinen.

Fressen etwa fünf mal soviel wie die einheimischen Arten und verdrängen diese dadurch. Foto: Frank Hoffmann

Von der Größe entspricht er mit etwa sechs bis acht Millimetern in etwa unserem heimischen Marienkäfer. Der Hauptunterschied liegt in oder besser auf dem Kopfschild: Während unser heimischer Siebenpunkt zum Beispiel ein schwarzes Kopfschild mit kleinen weißen Feldern an der Außenseite aufweist, prangt beim Harlekin ein schwarzes „W“ oder „M“, wobei dieses auch aufgetrennt erscheinen kann oder zusammenläuft. Auf jeden Fall sind die äußeren weißen Felder deutlich größer und beulen das Schild sogar etwas aus.

 

Text: Martin Riebe / Rhein-Sieg-Kreis
Fotos: Frank Hoffmann / Pixabay

 

 

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