Enten, Hasen und Eulen beim Jesuskind im Stall

Die Geschichte der Krippe in der Birrekoverner Kapelle

Noch hat kein Besucher die diesjährige Weihnachtskrippe in der Birrekoverner Kapelle gesehen. Aber eins ist auch diesmal sicher: „Jedes Jahr ist die Krippe etwas anders gestaltet“, erzählt Klaus Wieding, einer der beiden Initiatoren des Projekts.

„Das Aufbauen der Krippe und das Sammeln der Dekoration hat etwas mehr als zwei Tage gedauert“, so Wieding. „Aber das macht richtig viel Spaß, vor allem wenn man später sieht, wie die Kinder beim Besuch der Krippe strahlen und auch die Erwachsenen total begeistert sind.“

700 Besucher kamen letztes Jahr

Am Nachmittag des Heiligen Abends trifft man in der kleinen Kapelle vor allem auf Väter mit ihren Kindern, die die Zeit bis zur Bescherung mit einem kleinen Highlight für die Kids überbrücken wollen. Andere Besucher verweilen auch zwei Stunden in der besonderen Atmosphäre und beten oder meditieren.

Bereits im sechsten Jahr gestalten Klaus Wieding und Clemens Schillmöller die mittlerweile traditionelle Krippe in dem kleinen Andachtsort am Ende von Birrekoven. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 700 Besucher, um die liebevoll gestaltete Weihnachtskrippe anzuschauen, in der Kapelle zu singen, zu beten und zu gar musizieren.

Figuren sind aus Pappmasché

Anstatt Esel und Ochs wachen Enten, Schafe, Hasen und Eulen über das Jesuskind in der Krippe. Die etwa 50 bis 60 Zentimeter großen Figuren von Maria und Josef und den drei Heiligen Königen sind an die 40 Jahr alt und aus Pappmasché. Hände und Kopf aus Bakelit.

Florist Clemens Schillmöller kaufte die Figuren vor vielen Jahren als Weihnachtsdekoration für seinen mittlerweile aufgegebenen Blumenladen in Poppelsdorf. „Jetzt erst sind die Figuren richtig angekommen“, freut sich Schillmöller. „Hier haben sie ihre Bestimmung gefunden.“

Was ist neu?

Beim Aufbauen der Krippe werden die beiden Initiatoren erfreulicherweise von der Nachbarschaft in Birrekoven unterstützt. „Die einen helfen beim Sammeln der vielen Äste, Tannenzweige und Rindenstücke, die wir für die Dekoration benötigen“, erklärt Klaus Wieding. „Andere stärken uns mit Kaffe und Kuchen.“ Vier Familien aus Alfter betreuen die kleine Kapelle regelmäßig, machen sauber oder reparieren das eine oder andere.

Goldgelb und grün leuchtet die Krippe dieses Jahr. Neu ist auch ein Kugelkranz, den die Krippenbauer sich selbst ausgedacht und dann gebaut haben. Aber was es alles Neues zu entdecken gibt, sollte jeder selbst herausfinden und sich auf den Weg machen nach Birrekoven. Die Krippe ist ab 24. Dezember 2018 zu besuchen. Spenden für den Erhalt der Kapelle sind hochwillkommen.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: Heilig Abend 15-17 Uhr, über die Weihnachtstage vom 25. bis 30.12 von 14-18 Uhr, Neujahr, Heilige Drei Könige und am Krippensonntag von 14-18 Uhr.  

Text und Fotos: Martin Riebe