Familie Mager erhält Unternehmer-Preis

Der Vorsitzende der FDP-Alfter, Dr. Bernhard Heitzer (links) zeichnet im Namen der Partei die Familie Mager für verantwortungsbewusstes Unternehmertum aus. v.l.n.r. Nicole Westig (FDP-Kreistagsabgeordnete), Dr. Andreas Mager, Heike Mager, Christiane Mager, Jörn Freynick (Vors. des Ortsverbandes der FDP Bornheim)

Im Rahmen ihres Neujahrsempfangs am 9. Januar 2017 verlieh die FDP-Alfter Heike und Dr. Andreas Mager vom Naturhof Wolfsberg sowie deren Kindern Christiane und Benedikt den Preis Verantwortungsbewusstes Unternehmertum in Alfter.

„Wir möchten mit der Vergabe des Preises kleine und mittlere Unternehmen auszeichnen, die wirtschaftliches, soziales und umweltfreundliches Engagement in beispielloser Weise miteinander verbinden“, sagt Bernhard Heitzer, Vorsitzender des Ortsverbandes der FDP Alfter. Hohe Risikobereitschaft, viel Sachkenntnis und Erfahrung seien notwendig, um den Biohof auch wirtschaftlich zu führen, denn die Familie müsse davon leben, so Heitzer. Familie Mager sei es gelungen, mit der Natur zu arbeiten, statt sie auszubeuten.

Offene Kommunikation mit den Menschen in und mit der Gemeinde Alfter

Heike und Andreas Mager freuen sich sehr über die Auszeichnung. Mit einem Schmunzeln erklärt der diplomierte Landwirt (Dipl.-Ing. Agr.) Andreas Mager: „Dass Menschen, die außerhalb der Landwirtschaft stehen, einen landwirtschaftlichen Betrieb als Unternehmen ansehen, freut uns sehr. Denn offensichtlich ist es nicht, dass wir verantwortungsbewusst arbeiten und den Biogedanken leben. Wir pflanzen unsere Bäume nachhaltig an – und hier denken wir langfristig und generationsübergreifend, in Dimensionen von fünfzig bis hundert Jahren.“

Ihm und seiner Familie sei es wichtig, in und mit der Gemeinde Alfter zu leben und zu wirken. „So haben wir zum Beispiel bei der Erweiterung unserer Flächen, die Bebauungspläne der Gemeinde mit einbezogen und offen mit den Beteiligten kommuniziert“, fährt er fort. „Gerne öffnen wir unseren Hof für Alfter bewegt, richten Erntedank-Gottesdienste auf unserem Hof aus, empfangen regelmäßig Kindergartengruppen und Grundschulklassen und machen Blütenführungen auf unseren Obstanbauflächen.“

Pflanzen- und Tierschutz mit natürlichen Pflanzenextrakten und Nützlingspräparaten

Heike Mager, ebenfalls diplomierte Landwirtin, ergänzt: „Man muss Geduld haben mit der Natur und sich selbst. Und man muss mit der Natur kommunizieren. Unser Fazit: Die Natur kommt ohne uns zurecht, aber wir nicht ohne die Natur.“ Das Miteinander der vielen Pflanzen- und Tierarten am Rand und in den Hecken rund um ihre Felder ist der Familie wichtig; das bezieht sich auch auf den Einsatz von natürlichen Pflanzenschutzmitteln wie Pflanzenextrakte, Nützlingspräparate und Pheromone gegen Insekten. Es werden keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln verwendet.

Die Natur kommt ohne uns zurecht, aber wir nicht ohne die Natur.

Direktvertrieb im Hofladen kommt an

2003 hat die Familie begonnen, ihre Produkte direkt an die Verbraucher zu verkaufen, zunächst im Impekovener Hof, seit 2008 in den neuen Verkaufsräumen im Gewerbegebiet Witterschlick. Heike Mager betont: „Es war und ist uns wichtig, mit den Menschen in Kontakt zu sein. Wir wollen unabhängig von den großen Lebensmittelketten ökologische Produkte direkt an die Verbraucher verkaufen. Der Erfolg gibt uns Recht: Obst aus biologischem Anbau kommt an.“

Ein echter Familienbetrieb

In den 1980er Jahren haben Heike und Andreas Mager den Obst- und Gemüsebaubetrieb von Heikes Eltern übernommen und zunächst wie die Eltern Gemüse und Obst nebeneinander angepflanzt. In den 1990er Jahren hat die Familie viele Flächen hinzugekauft und den Betrieb vergrößert. Ende der 90er Jahre beschließt die Familie, sich auf den Obstbau zu konzentrieren und setzt seit dem Jahr 2000 auf biologisch ökologischen Anbau gemäß den Naturland-Richtlinien.

Aktuell stehen etwa 100.000 Apfel- und Birnbäume auf rund 30 Hektar Land. Seit 2014 arbeiten auch die beiden Kinder des Paares im Familienbetrieb mit. Sohn Benedikt ist ausgebildeter Gärtner, Fachrichtung Obstbau, und arbeitet an seinem Meister. Zu seinen primären Aufgaben gehört die Obstproduktion. Tochter Christiane hat 2014 ihr Studium mit dem Master of Science Agrarwissenschaften abgeschlossen und kümmert sich um Qualitätssicherung, Zertifizierungen und die Vermarktung an den Lebensmitteleinzelhandel. In der Produktion und im Hofladen sind rund zehn Mitarbeiter beschäftigt.

Die FDP Alfter verleiht den Preis „Verantwortungsbewusstes Unternehmertum in Alfter“ seit sechs Jahren. Bisherige Preisträger waren unter anderem: Genuss Schule Alfter (2012), Hof Mandt (2013) und Friseurmeister Imad Rahi (2014).

 

Text: Gudrun Schäfers

Fotos: Karl-Ernst Schäfers

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