He fählt nur die Aussich op d’r Dom!

Heimatverein stellt sanierte Bankanlage „Op dem Fürdel“ vor

Hans und Elfriede Fox, Georg und Conny Melchior (v.l.n.r.)

„Früher konnte man von den Bänken hier bis zum Kölner Dom gucken“, erklärt der Vorsitzende des Heimatvereins Georg Melchior. „Heute versperren Tannen die Aussicht.“

Die Bankanlage besteht aus einem großen Tisch und zwei Bänken. Zwei Wochen lang arbeiteten Mitglieder des Alfterer Heimatvereins an der Anlage und haben die morschen Sitzmöbel wieder auf Vordermann gebracht.

„Das war gar nicht so einfach“, erzählt Melchior weiter. „Lange haben wir nach einer Eichenplatte mit den Maßen 80 x 10 x 310 Zentimetern gesucht. Solch eine Platte hätte aber über 3.500 Euro gekostet.“ Zu teuer für den Heimatverein.

So sieht die Aussicht heute aus. Es fehlt die Aussicht auf den Dom!

Doch die Mitglieder des Heimatvereins hatten eine kostengünstigere  Idee. Die alte Tischplatte und die Bänke wurden mit geschliffenen Bangkirai-Bodendielen umbaut, nachdem alles morsche Holz entfernt war. 600 Euro hat die Sanierung jetzt insgesamt gekostet. „Alles Eigenleistungen der Mitglieder“, stellt Melchior fest. Gut angelegtes Geld, den „sonntags morgens sitzen hier 8-10 Leute aus dem Ort, Wanderer oder Studenten, und genießen diesen Rastplatz“.

„Op dem Fürdel“ bedeutet so viel wie „auf dem Vorteil“, klärt Melchior auf. Dieses Stück Land hier oben war besonders ertragreich, weil Regengüsse den fruchtbaren Waldboden hierher schwemmten. Also wuchsen hier die Erdbeeren und andere Früchte besonders gut, was ein „Vorteil“ für die Besitzer der Grundstücke war.   

Leider wurde das massive Holz bereits zerkratzt. „Am Mittwoch war die Bankanlage fertig. Am Samstag ist sie schon angeritzt“. Der Vereinsvorsitzende schüttelt den Kopf.

Der Heimatvereinkümmert sich übrigens um weitere 66 Bänke in Alfter-Ort, die jedes Jahr gestrichen und erhalten werden müssen.

Melchior ergreift die Gelegenheit für eine Mitgliedschaft im Heimatverein zu werben. „Die Mitgliedschaft kostet nur 15 Euro im Jahr und man kann damit im Ort so viel Gutes bewirken. Wir freuen uns über jeden, der uns finanziell oder tatkräftig bei einer unserer vielen Aktionen im Ort unterstützt.“

Text und Fotos: Martin Riebe

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