Hundehaufen: ein Ärgernis und gefährlich für die Gesundheit

Knapp 30 neue Standorte für Hundekotbeutel-Spender in ganz Alfter –  Nachfüll-Paten für die Spender-Boxen gesucht

Hundekot wird auch in Alfter immer mehr zum Problem. „Die Beschwerden von Bürgern und Landwirten über Hundekot nehmen zu“, erklärt Bürgermeister Dr. Rolf Schumacher beim Ortstermin in der Mierbachstraße/Ecke Jakob-Reuter-Straße. „Sie glauben gar nicht, wie oft ich in den vergangenen Monaten auf das Thema angesprochen worden bin.“

Ortsvorsteher Norbert Lehna weiß von Schulkindern zu berichten, die durch die Mierbachstraße zur Schule gehen und den Bürgersteig oft nicht benutzen können, weil Hundehaufen den Weg pflastern. „Solche Tretminen auf dem Bürgersteig – das geht gar nicht“, findet der Ortsvorsteher. „Das ist nicht nur ekelig, sondern gefährdet auch die Sicherheit unserer Kinder, wenn die auf der Straße statt auf dem Bürgersteig gehen müssen.“

55 Spenderboxen für knapp 1.300 Hunde

In den vergangenen Wochen hat die Gemeinde 28 neue Spenderboxen für Hundekotbeutel, teilweise mit integriertem Abfallbehälter aufgestellt. Dort können Hundebesitzer bequem und kostenlos Hundekotbeutel entnehmen, um die Hinterlassenschaft ihres Vierbeiners aufzuheben und im nächsten Abfalleimer zu entsorgen.

Bürgermeister Dr. Rolf Schumacher , Ortsvorsther Norbert Lehna und Ordnungsamtsleiter Hans Kremer stellen die neuen Spender-Boxen für Hundekotbeutel vor.

„Damit stehen 55 solcher Boxen im gesamten Gemeindegebiet zur Verfügung“, erläutert Ordnungsamtsleiter Hans Kremer. „Wichtig ist, dass die recycelten Kunststoffbeutel nicht auf die Wiese oder die Straße geworfen werden, sondern in den nächsten Mülleimer.“, erläutert Kremer weiter. „Denn in der freien Natur verrotten die Plastiktüten nicht.“

Parasiten können auf den Menschen übertragen werden

Für die Landwirte hier im Vorgebirge, die ihr Gemüse in ihrem Hofladen oder an den Großmarkt verkaufen, stellt Hundekot auf den Feldern ein großes Problem dar. Neben dem Ekelfaktor können auch Krankheiten auf den Menschen übertragen werden, wenn das Gemüse roh verzehrt wird.

Auch Weidetiere können durch Hundekot mit Parasiten infiziert werden. „Hunde sollten von den Feldern ferngehalten werden“, meint Norbert Lehna.

Nachfüllpaten für die Spenderboxen gesucht

Die Spender-Boxen werden gewöhnlich durch Mitarbeiter der Gemeinde regelmäßig nachgefüllt. Trotzdem sucht die Gemeinde „Nachfüll-Paten“ für ausgewählte und besonders frequentierte Standorte, die ein Auge auf die Spender-Boxen haben und diese, wenn sie leer sind, mit neuen Beuteln befüllen.

So entsorgen Sie die Hundekot-Beutel richtig.

Erste Nachfüll-Patin ist Iris Giesler, die regelmäßig mit Hündin „Tara“ durch die Mierbachstraße geht und sich über die dort neu aufgestellte Spender-Box freut. „Für mich ist es selbstverständlich, dass ich die Beutel benutze“, erzählt die langjährige Hundebesitzerin.“

Und Bürgermeister Schumacher ergänzt: „Beim Thema Hundekot sollte es mehr Miteinander als Gegeneinander geben. Ich appelliere an alle Alfterer, sich für mehr Sauberkeit in der Gemeinde einzusetzen.“

Text und Fotos: Martin Riebe