Informationsveranstaltung zur Schließung des Bahnübergangs

Schließung des Bahnübergangs Weckwerk ein Schildbürgerstreich?

Der Bahnübergang Weckwerk / Alter Heerweg soll entfallen. Die Deutsche Bahn plant an dieser Stelle eine neue, barrierefreie Personenunterführung für Fußgänger und Radfahrer.

Durch den Neubau soll die Querung der Bahnstrecke in Zukunft für Radfahrer und Fußgänger jederzeit ohne den Umweg über die Almabrücke möglich sein. Nach Meinung der Deutschen Bahn verliefe der Auto- und LKW-Verkehr bereits heute zum größten Teil über die nahe Alma-Brücke in Alfter, die 2006 als Ersatz für den Bahnübergang Schöntalweg gebaut wurde. Der Bahnübergang könne für den Kraftfahrzeugverkehr deshalb geschlossen werden.

Alma-Brücke ist schon jetzt Flaschenhals

Dem widerspricht der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Alfter, Barthel Schölgens. Anlässlich der bevorstehenden Bürgerinformationsveranstaltung der Deutschen Bahn am nächsten Donnerstag, erklärt Schölgens: „Der Bahnübergang Weck-Werke, der Alfter-Oedekoven mit Bonn-Hardberg verbindet, darf nicht geschlossen werden. Die Verkehrsentwicklung bestätigt leider unsere langjährigen Befürchtungen, dass die K12n mit der Alma-Brücke schon jetzt in den Hauptverkehrszeiten völlig überlastet ist. Es bilden sich schon jetzt lange Rückstaus.“

Verkehrskollaps ist wahrscheinlich

Auch die FDP lehnt eine Schließung des Bahnübergangs ab. „Durch die neue Verkehrsführung am Bahnübergang ist das verkehrliche Risiko dort erheblich verringert worden“, erklärt Paul Breloh, Entwicklungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. „Die Beibehaltung des Bahnübergangs erleichtert an dieser Stelle ganz erheblich den Fußgänger- und Radverkehr und entlastet das Umfeld der dortigen Industriebetriebe von zusätzlichem LKW-Verkehr.“

Bruno Schmidt von der SPD ergänzt: “Bei einer Schließung des Bahnübergangs würde das gesamte Mühlenviertel abgetrennt. Linienbusse könnten nicht mehr verkehren und die Mühlenstraße würde noch stärker mit Verkehr belastet.“ Vor allem befürchtet der SPD-Politiker Dauerstaus auf der K12n. „Der Bahnübergang muss deshalb erhalten bleiben.“

Barthel Schölgens weist außerdem darauf hin, dass durch den bevorstehenden Abriss des Tausendfüßlers in Bonn über die nächsten Jahre die K12n als Entlastungs-Schleichweg genutzt werden würde. Ein Verkehrskollaps sei schon jetzt vorhersehbar. „Eine Schließung des Bahnübergangs vor Fertigstellung des neuen Tausendfüßlers wäre ein geplanter Schildbürgerstreich!“ Schölgens fordert alle Beteiligten auf, die Schließung des Bahnübergangs für den motorisierten Verkehr zu verhindern.

Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn

Die DB Netz AG lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens zur Schließung des Bahnübergangs zu einer Informationsveranstaltung ein. Die Experten der DB Netz AG stellen die Planungen und die betrachteten Varianten vor und geben einen Ausblick auf das weitere Verfahren.

Die Bürgerinformationsveranstaltung zur neuen Personenunterführung am Weckwerk in Bonn findet statt

Donnerstag, 8.6.2017, 18:00 – 20:00 Uhr

Ratssaal der Gemeinde Alfter

Am Rathaus 7

53347 Alfter

 

Der Bahnübergang Weckwerk / Alter Heerweg

Der Bahnübergang Weckwerk/Alter Heerweg befindet sich an der Stadtgrenze der Stadt Bonn zur Gemeinde Alfter an der Bahnstrecke der S 23 von Bonn nach Euskirchen. Seinen Namen hat er aufgrund des Weck-Werkes, das direkt neben dem Bahnübergang Weißglasverpackungen für Getränke und Nahrungsmittel produziert.

 

Text und Fotos: Martin Riebe

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