Niemand darf wegen einer Behinderung ausgeschlossen sein

Gewerbeverein informiert sich über Arbeit der Initiative Inklusiver Arbeitsmarkt Alfter

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„Die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Schwerbehinderung ist doppelt so hoch wie bei nichtbehinderten Menschen“, so die Initiative Inklusiver Arbeitsmarkt Alfter (iia). Damit sich das zumindest in Alfter ändert, wurde vor gut einem Jahr die unabhängige und überparteiliche Initiative gegründet.

Ziel der ehrenamtlich engagierten Mitglieder ist es, arbeitsuchende Menschen mit Behinderungen mit Unternehmern zusammen zu bringen, die diesen dann idealerweise einen Arbeitsplatz geben. Aber auch Praktika für Schülerinnen und Schüler der Vorgebirgsschule sollen mit Unterstützung der iia vermittelt werden, damit junge Menschen schon frühzeitig eine Chance auf einen späteren Arbeitsplatz haben.

Vorbehalte aus Unwissenheit

Allerdings sind die Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderungen bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern  groß, wie der jüngste Netzwerkabend des Gewerbevereins Alfter zeigt, zu dem Mitglieder der Initiative eingeladen waren, um ihre Arbeit vorzustellen. „Wie lange dürfen Menschen mit Behinderungen arbeiten?“, „Welche Tätigkeiten können und dürfen sie machen?“, „Welche Unterstützung und Begleitung bekomme ich?“, „Was muss ich insbesondere beachten, wenn ich einen Menschen mit Behinderung einstelle?“ – sind zentrale Fragen der Gewerbetreibenden.

Sehr guter Ausbildungsstand 

Die meisten Vorbehalte wurden in Gesprächen mit Vertretern der iia aber ausgeräumt. So erfuhren die anwesenden Handwerker, dass die Arbeitsuchenden in den Werkstätten in der Regel sehr gut ausgebildet werden und dort  mit den gleichen Maschinen und Materialien umgehen, die auch die Handwerksbetriebe einsetzen. Wichtig auch die Information, dass viele Behörden, soziale Dienste oder Mitarbeiter von Behindertenwerkstätten Unternehmer unterstützen oder beraten, wenn sie planen einen Arbeitsplatz für behinderte Menschen einzurichten. Auch eine kontinuierliche Begleitung von Unternehmern durch Mitarbeiter der iaa oder anderer Experten ist möglich, wenn Unternehmen sich entscheiden, einen Arbeitsplatz oder ein Praktikum für Menschen mit Behinderungen anzubieten.

Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten

Am Ende des Abend tauschten viele Unternehmerinnen und Unternehmen ihre Kontaktdaten mit den anwesenden Experten und Fachkräften der iia aus.  Anlass zur Hoffnung für mehr Integration von Menschen mit Behinderungen in den ganz normalen Arbeitsmarkt.

Weitere Infos:  http://www.iia-alfter.de/inklusion/

 

Autor: Karl-Ernst Schäfers

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